Bengali

Bengali gehört zum indoarischen Zweig der indogermanischen Sprachen. Rund 215 Millionen Menschen sprechen auf der Welt diese Sprache als Muttersprache. Davon sind es etwa 75 Millionen Leute, die die Sprache in Indien als Muttersprache anwenden, es ist hier eine der insgesamt 22 Amtssprachen, die offiziell anerkannt sind. Ebenfalls Amtssprache ist Bengali in Westbengalen und Tripura. Rund 140 Millionen Sprecher leben in Bangladesch, auch hier ist Bengali eine Amtssprache.

Es gibt Statistiken, die belegen, dass Bengali die Sprache ist, die an siebter Stelle der Liste der am häufigsten auf der Welt gesprochenen Sprachen steht. Berücksichtigt wurden bei dieser Erhebung aber nicht nur die Muttersprachler, sondern auch diejenigen, die Bengali als Zweitsprache beherrschen. Das erhöht die oben genannten Zahlen natürlich deutlich.

Für die bengalische Sprache wird eine eigene Schrift verwendet. Diese Schrift ist mit der Devanagari verwandt, die wiederum für das Schreiben von Hindi und Sanskrit eingesetzt wird. Das Alphabet besitzt 36 Konsonanten und 11 Vokale. Wie ein Vokal ausgesprochen wird, zeigt ein Lautzeichen an, derer es insgesamt drei in der bengalischen Sprache gibt. Darüber hinaus gibt es rund 200 Schriftzeichen, die die Konsonant-Vokal-Verbindungen verdeutlichen. Die Ziffern werden in Bengali mit eigenen Zeichen geschrieben, in jüngster Zeit sind es aber auch vermehrt die Arabischen Ziffern, die in der Sprache verwendet werden und Verbreitung finden.

In Bengali gibt es kein grammatikalisches Geschlecht, es werden Prä- und Postoperationen verwendet. Verben unterliegen einer steten Veränderung, sie ändern sich nach Zeit und Höflichkeitsform sowie nach der Person, jedoch nicht nach Singular oder Plural. Neben der Umgangssprache gibt es einige Dialekte, die sich teilweise sehr unterschiedlich anhören. Ein Übersetzer dürfte es daher nicht immer ganz leicht haben, von einem Dialekt in die Hochsprache eines anderen Landes zu übersetzen.

Immer mehr Menschen suchen Alternativen zur Schulmedizin, weil sie einen ganzheitlichen Ansatz zur Förderung ihrer Gesundheit bevorzugen. Eine Möglichkeit ist das Anwenden der ayurvedischen Medizin, die ein besonderes Augenmerk auf spirituelle Erfahrungen legt. Die ayurvedische Heilkunst hat ihren Ursprung vor rund fünf Jahrtausenden in Indien und erfährt dort auch heute noch eine weit verbreitete Anwendung. Neben vielen anderen traditionellen Heilmitteln spielt indischer Weihrauch eine wichtige Rolle in der Behandlung von Krankheiten.